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Rückblick Petrefakta 2011 am 26./27.3.2011
 

Auch im Jahr 2011 war die Petrefakta, die am 26./27. März stattfand, wieder ein „Highlight“ im Sammler-Kalender. Ein vielfältiges Angebot an Fossilien, Literatur und Zubehör war dazu angetan, sowohl die „Profis“ als auch die Anfänger unter den Petrefaktenjägern zu begeistern, von denen sich noch mehr einfanden als im vergangenen Jahr.
Eine besondere Präsenz im Angebot der Aussteller zeigten Funde aus Frankreich. Aber auch Altbekanntes, wie beispielsweise die
Lokalitäten des fränkischen Jura, das saarpfälzische Rotliegende, der Hunsrückschiefer, der Schweizer Jura oder die seit Quenstedts Tagen geradezu legendären Fundpunkte des Schwabenlandes waren gut vertreten. Daneben konnte man selbstverständlich auch Stücke aus berühmten Fossillagerstätten im europäischen Ausland, beispielsweise sehr schöne Ammoniten aus England, erwerben. Aber auch Funde aus Übersee – seien es nun Marokko, China, Madagaskar, Russland, die USA oder – dieses Mal sehr auffallend – der Libanon, gab es in bester Qualität und geeignet für jeden Geldbeutel.

 

Ein wenig bedauerlich war es, dass besonders aus manchen lokal bedeutsamen Fossillagerstätten, wie beispielsweise dem Posidonienschiefer, nur noch wenige Stücke angeboten wurden. Dennoch war es möglich, viele interessante Objekte aufzuspüren, Die Plattenkalke des Solnhofener Bruchreviers waren wie stets gut vertreten. Insgesamt bot die diesjährige Petrefakta einen bunten und vielseitigen Ein- und Überblick für alle Fossilienbegeisterten und ließ nur wenige Wünsche offen.Gero Moosleitner, langjähriger Autor des „Fossilien-Magazins“ erstaunte mit einer eigenwilligen und ästhetisch herausfordernden Ausstellung zur Fotografie von Fossildünnschliffen, über die er auch in einem interessanten Vortrag ausführlich berichtete. Besonders großen Zuspruch fand der Vortrag von Dr. Michael Maisch, der zum Thema Posidonienschiefer eigene „Grabungserfahrungen“ und Forschungsergebnisse auf unterhaltsame Weise vermittelte, wobei der Vortrag mit einer lebhaften Diskussion endete.

 

Petrefakta-Fossil 2011
Die Wahl des Petrefakta-Fossils fand wieder eine rege Beteiligung unter den Besuchern, wobei in diesem Jahr die Anzahl der Stimmen für die
ersten drei Plätze dicht beieinander lag. „Siegerfossil“ wurde mit 29,5 % der Stimmen der Panzerfisch Rhinopteraspis dunensis (Roemer, 1855) aus dem Unterdevon/Oberes Siegenium von Odenspiel bei Olpe. Die Länge des von Hartmut Kaufmann zur Wahl gestellten Fischs beträgt 25 cm.

      
 
Den zweiten Platz erreichte mit 25,5 % der Schädel der Säbelzahnkatze Metailurus (Länge 12 cm) aus dem Miozän von Hezheng, Ganzu-Provinz, China, angeboten von der Firma Kipping Fossils.

              


Auf Platz 3 kam mit 21 % der Stimmen der Krebs Aeger spinipes Schlotheim, aus dem Oberen Jura von Solnhofen. Der Krebs ist mit
Antennen 22 cm lang und stammt aus dem Sortiment der Firma Trifoss. Gewinner der drei Jahresabonnements der Zeitschrift FOSSILIEN für die Wahl des erstplatzierten Fossils sind Ursula Büschenfeld aus Stuttgart, Wolfgang Jäckel aus Baldham und Jan Pelz aus Heubach-Buch. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!



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