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| Wal-Vorfahren |
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Der letzte vierbeinige Vorfahre der Wale, ein Paarhufer namens Indohyus, lebte vor 48 Millionen Jahren, hatte nur die Größe eines Fuchses und ähnelte äußerlich den heutigen Hirschen. Amerikanische Wissenschaftler fanden in Indien das „fossile Beweisstück“ mit wichtigen Schlüsselmerkmalen an Schädel und Ohr, die das Fossil als „Walverwandten“ ausweisen (Nature, Bd. 450, 2007, S. 1190). Die genauere Untersuchung der Knochenstruktur lieferte weitere wichtige Hinweise: Die äußerste Schicht der Knochen war stark verdickt, ein Phänomen, das Fachleuten als Osteosklerose bekannt ist, und durch zusätzliches Gewicht das Gehen auf dem Boden erleichtert. Strukturen dieser Art sind auch bei anderen watenden Tieren, wie dem heute lebenden Flusspferd sowie bei Meeressäugern, bekannt. Das Tier hat sich wohl schon zur damaligen Zeit zumindest zeitweise im Wasser aufgehalten und keine rein terrestrische Lebensweise praktiziert. Das bestätigen auch Zahnanalysen des Fossils, die gewisse Ähnlichkeiten zu teilweise im Wasser lebenden Tieren ergaben. Die Vorstellung eines unter Wasser lebenden Miniaturhirsches mag zunächst skurril erscheinen, ist jedoch für die heutigen Paarhufer durchaus nicht ungewöhnlich. Das afrikanische Hirschferkel beispielsweise sucht bei drohender Gefahr Schutz im Wasser, und es ist in der Lage, unter Wasser auf dem Boden weiter zu laufen. Wilhelm Irsch  |
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Fossilien 5/2008 (erscheint bis zum 15.9.08) |
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Schwerpunkte:
- Das Mansfelder Land: Sedimente und Fossilien
- Trilobiten im Taunus
- Das älteste Singvogelei
- Die Kössener Schichten in Oberbayern
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| Dadoxylon sp., Anschliff eines Längsschnittes (polierte Fläche 60 mm x 55 mm). Rotliegend des Ilfelder Steinkohlebeckens. |
Hartmut Huhle Das Mansfelder Land: Sedimente, Fossilien, Museen, Teil 1 Das Mansfelder Land ist eine Region in der Mitte Deutschlands, die vor allem durch das Wirken Martin Luthers und den Kupferschieferbergbau weithin bekannt geworden ist. Es ist ein Gebiet mit einer Ost-West-Ausdehnung von nicht einmal 40 km. Von Nord nach Süd misst das Mansfelder Land gerade 25 km. Sieht man einmal von den Geschiebefossilien in den pleistozänen Lockergesteinen ab, finden mandie ältesten Zeugnisse vergangenen Lebens im Mansfelder Land in den Schichten von Karbon und Rotliegend. Am Harzrand, im Westen des Mansfelder Landes und als Hornburger Sattel wurden diese im Tertiär herausgehoben und später durch die Erosion freigelegt. Es handelt sich im Wesentlichen um zu Konglomeraten und Sandsteinen verfestigte rot gefärbte Abtragungsprodukte des Variszischen Gebirges. Man unterscheidet im Oberkarbon die Grillenberger Schichten aus dem höheren Westfal und die Mansfelder Schichten mit Quarzitkonglomeraten und Siebigeröder Sandstein aus dem Stefan. In beiden Schichtpaketen, die stellenweise bis über 1000 m Mächtigkeit erreichen, wurden in früherer Zeit Pflanzenfossilien gefunden. Nach einer Schichtlücke finden wir, insbesondere am Hornburger Sattel, die Oberen und Unteren Hornburger Schichten. Diese werden in das Rotliegend gestellt. Hier handelt es sich ebenfalls um Sandsteine mit überwiegend roter Färbung. In den genannten Schichten werden nach wie vor Lebensspuren gefunden, von denen in diesem Beitrag einige vorgestellt werden.
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| Treveropyge cf. Drevermanni, Thorax mit Pygidium aus der Grube Rosit. |
Walter Sterzel Vorkommen der Trilobitengattung Treveropyge im "Hunsrückschiefer" des Taunus An drei Fundpunkten im Taunus wurden Trilobiten der Unterfamilie Asteropyginae gefunden, die gut mit der von Rud. Richter bzw. W. Struve eingeführten Art Treveropyge drevermanni (Rud. Richter) übereinstimmen. Insbesondere die sehr gut erhaltenen Fossilien aus der Dachschiefergrube Rosit bei Nauroth erlauben eine äußerst detailgenaue, das ganze Tier umfassende Beschreibung der Art. Ihr liegen insgesamt 17 Fundstücke von drei Fundstellen zu Grunde.
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| Die Innenwindungen eines Arnioceras falcaries. |
Sönke Simonsen Verkieste Ammoniten in Bielefeld In Bielefeld-Heepen existiert derzeit ein Neubaugebiet, bei dessen Erschließung im Mai und Juni dieses Jahres in einer Tonsteinbank eine verkieste Ammonitenfauna der Sinemurium-Schichten des Unteren Jura angeschnitten wurde und besammelt werden konnte. Die Liasschichten liegen unter einer geringmächtigen Überdeckung durch Vorschüttsand. Es ist zu hoffen, dass die im Laufe des Jahres 2008 zu erwartenden Baugruben abermals fundreiche Schichten anschneiden. Im Beitrag werden diesjährige Funde vorgestellt.
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| weitere Inhalte: |
- Gero Moosleitner
Terres noires: Fossilien aus dem Oberen Vartal, Teil 1
- Günter Schweigert & Gert Bloos
Ammoniten im Bonebed
- Martin Gross, Rolf Kohring und Franz Sümecz
Sie singen seit 11,5 Mio. Jahren: Das älteste Singvogelei der Welt
- Sandra I. Kaiser
Paläontologie aktuell: Haie, Quastenflosser & Co(nodonten)
- Werner Resch & Martin Strasser
Fossilien sammeln in Tirol: Ampelsbach-Schlucht
- Jens Lehmann
Ein Spurenfossil aus der Oberkreide Hannover
Buchbesprechungen
Lukeneder, Alexander & Helga Gridling (2007): Akte Dinosaurier. Den Riesenechsen auf der Spur. 99 S. mit zahlreichen, durchghd. farbigen Illustrationen. Format 16,8 x 24,6 cm, Pappband mit SU, ISBN 978-3-902406-50-7, € 22,90. Wien, Seifert-Verlag.
Sabuda, Robert & Matthew Reinhart (2007): Dinosaurier: Encylopaedia Praehistorica. 12 S. mit 35 Popups und Informationen zu 50 Saurier-Arten. Format 18,9 x 24,8 cm, geb., ISBN 978-3-7891-4735-7, € 22,-. Oetinger, Hamburg.
Chiappe, Luis M. (2007) Glorified Dinosaurs. The Origin and Early Evolution of Birds. 192 S., durchgehend farb. Abb., Format 21,7 x 28,9 cm, geb. mit Schutzumschlag, ISBN: 978-0-471-24723-4, Euro 38,95. John Wiley & Sons, Chichester.
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Aktuelle Ausgabe
| Heute ist der |
| Fossilien |
| Heft 2/2012 |
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Zeitschrift für Hobbypaläontologen
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| Tipp der Woche |
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G. Kühl, C. Bartels, D. Briggs & J. Rust Fossilien im Hunsrückschiefer: Einzigartige Funde aus einer einzigartigen Region
Der devonische, ca. 400 Mio. Jahre alte Hunsrückschiefer gehört zu den weltweit herausragenden Fossillagerstätten. Erstmals werden hier in Form eines Text-Bild-Bandes diese erdgeschichtlichen Kleinode zusammenfassend vorgestellt, beschrieben und mit brillianten Fotos dokumentiert.
120 S., 133 großformatige Fotos u. 9 Zeichnungen., Schutzumschlag, fadengeheftet, geb.
Preis 24,95 Best.-Nr.: 494-01483
Bestellen Sie bei edition Goldschneck im Quelle & Meyer-Verlag Industriepark 3, 56291 Wiebelsheim Tel. 06766/903-140 Fax 06766/903-320 E-Mail: Vertrieb@quelle-meyer.de
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