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Fossilien 1/2009 (erscheint bis zum 15.11.08)
Schwerpunkte:
  • Gliederfüßer aus dem Hunsrückschiefer
  • Die Oberlausitz
  • Tongrube Mistelgau
  • Cycliden
  • Sammeln in Südfrankreich
Palaeosopus problematicus.
Gabriele Kühl & Jes Rust
Die devonischen Gliederfüßer aus dem Hunsrückschiefer
Der ca. 400 Millionen Jahre alte unterdevonische Hunsrückschiefer ist international als herausragende Fossilfundstelle bekannt. Seine Fossilien sind nicht
nur als Sammlungsstücke hochbegehrt und ästhetisch reizvoll, sondern sie sind auch wissenschaftlich von großer Bedeutung, da sie zur Beantwortung
grundlegender paläontologischer Fragen herangezogen werden können. Seit Anfang des Jahres 2008 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
ein Projekt, das sich speziell mit den Gliederfüßern (Arthropoden) des Hunsrückschiefers beschäftigt und am Steinmann Institut der Universität Bonn,
im Bereich Paläontologie angesiedelt ist. Mit Ausnahme der bereits recht gut bekannten Trilobiten werden die Gliederfüßer im Hinblick auf ihre verwandtschaftlichen Beziehungen, ihre Formenvielfalt, ihre Paläobiologie und ihre evolutionäre Bedeutung untersucht. Teilweise kann dabei auf völlig neues Material zurückgegriffen werden, aber auch schon bereits bekannte Stücke werden mit Hilfe neuer oder verbesserter Technologien nachuntersucht.


Kurztrieb von der Sumpfzypresse Taxodium dubium, Länge ca. 5 cm.
Olaf Tietz & Christian Düker
Die Oberlausitz: Erdgeschichte im Museum
Das Staatliche Museum für Naturkunde Görlitz ist ein Forschungsmuseum des Freistaats Sachsen (ab 1. Januar 2009 ein Institut des Forschungsverbundes
Senckenberg). Das heutige Ausstellungsgebäude wurde 1860 eröffnet; die ältesten geologischen Sammlungsbestände gehen jedoch bereits auf
das Jahr 1824 zurück. Seit 1994 ist erstmals ein hauptamtlicher Konservator für Geologie für die umfangreichen geologischen und paläontologischen
Sammlungen zuständig. Die Dauerausstellung des Museums präsentiert u. a. die Geologie der Oberlausitz, in der bedeutende Fossilfunde der Region ausgestellt werden.


Obornella sp. mit 17 mm Höhe. Dogger alpha.
Sönke Simonsen & Armin Bauer
Sammlerparadies mit ungewisser Zukunft – Die Tongrube Mistelgau
Die Tongrube Mistelgau ist wegen ihrer Artenvielfalt und der hohen Fossiliendichte einer der unter Fossiliensammlern bekanntesten Aufschlüsse. Deutschlands. Bedingt durch rege Sammeltätigkeit und einen kleinflächigen probeweise angelegten Schurf im Posidonienschiefer, der bis in den darunter lagernden Amaltheenton reichte, fanden die von Mistelgau schon lange Zeit bekannten Pyritammoniten des Jurensismergels in den vergangenen Jahren
überraschend Zuwachs durch ihre Vorfahren in den Sammlungen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die aktuellen Fundmöglichkeiten und zeigt
darüber hinaus einige besonders prachtvolle Funde aus der jüngeren Vergangenheit, ohne dabei die Stratigrafie sowie die gegenwärtige Situation in Mistelgau und die Zukunftsaussichten zu vernachlässigen.
 
weitere Inhalte:
  • Günter Schweigert, René Fraaije & Matthias Wulf
    Die Cycliden: Eine rätselhafte Krebsgruppe
  • Rolf Goßmann & Hans J. Jungheim
    Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 6: Die ersten großen Wälder II
  • Gero Moosleitner
    Fossilien aus dem Oberen Vatral, Teil 2: Bajocium und Bathonium

 

Buchbesprechungen

Bonde, Niels, Stig Andersen, Niels Hald & Sten Lennart Jakobsen (2008):
Danekrae - Danmarks bedste fossiler.  
225 S., ca. 600 überw. farb. Abbildungen, Format 23 x 23,5 cm, ISBN 978-87-02-04985-5, € 49,80. Gyldendal Fakta, Kopenhagen. Bezug: www.fossilbuch.de

Jack Repcheck (2007)
Der Mann, der die Zeit fand: James Hutton und die Entdeckung der Erdgeschichte.
Aus dem Amerikanischen von Christa Broermann. 269 S., Format 13,5 x 21 cm, geb. mit Schutzumschlag. ISBN 978-3-608-94086-2, € 22. Klett Cotta, Stuttgart.
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Fossilien
Heft 1/2012

Zeitschrift für Hobbypaläontologen

FOSSILIEN ist im gut sortierten Kiosk und allen großen Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich.


 
Tipp der Woche

 

 G. Kühl, C. Bartels, D. Briggs & J. Rust 
Fossilien im Hunsrückschiefer:
Einzigartige Funde aus einer einzigartigen Region

Der devonische, ca. 400 Mio. Jahre alte Hunsrückschiefer gehört zu den weltweit herausragenden Fossillagerstätten. Erstmals werden hier in Form eines Text-Bild-Bandes diese erdgeschichtlichen Kleinode zusammenfassend vorgestellt, beschrieben und mit brillianten Fotos dokumentiert.

120 S., 133 großformatige Fotos u. 9 Zeichnungen., Schutzumschlag, fadengeheftet, geb.

Preis 24,95
Best.-Nr.: 494-01483

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