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| Aktuell |
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| Älteste Schildkröten der Welt |
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In China haben Wissenschaftler die Überreste von über 220 Millionen Jahre alten Schildkröten gefunden, die damit als die ältesten Schildkröten gelten. Hochinteressant sind die Funde schon deshalb, weil sie verraten, wie die Tiere zu ihrem Panzer kamen (Nature 456: 497-501 DOI: 10.1038/nature07533). Ein Paläontologenteam um Chun Li von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking hatte im Jahr 2007 in der chinesischen Provinz Guizhou gleich drei gut erhaltene Exemplare von Ur-Schildkröten freigelegt. Diese besaßen im Unterschied zu heutigen Schildkröten noch Zähne und einen unvollständigen Panzer, der nur ihre Unterseite schützte. Die Funde der bisher ältesten Schildkröte unterstützen die Theorie, dass sich der Panzer aus einer Vergrößerung der Rippen und der Wirbelsäule gebildet hat und nicht aus knochigen Hautplatten, wie eine andere Theorie besagt. Tatsächlich weisen die Fossilien verbreiterte Rippenknochen und einen ersten Ansatz für einen Rückenpanzer auf, der aus der Wirbelsäule herauswächst. Der Panzer ist eine Erfindung der Evolution, und es ist schwer zu erklären, wie er entstanden ist, ohne Vorstufen zu kennen.   |
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Fossilien 5/2009 erscheint bis zum 15.9.2009 |
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Schwerpunkte:
- Das marine Tertiär am Niederrhein
- Annularia sphenophylloides
- Fossiliensuche am Hesselberg
- Sammeln in der Provence
- Megatherium: ein berühmtes Faultier
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| Astarte vadiata, Mittelmiozän v. Büderich bei Wesel. |
Olaf Gosny: Das marine Tertiär am Niederrhein In der Region des heutigen Niederrheins wurden im Verlauf des Tertiärs bis zu 1.200 m weitgehend unverfestigte Sedimente (vorwiegend Kiese, Sande und Tone) im tektonischen Senkungsgebiet der Niederrheinischen Bucht abgelagert. Neben braunkohlenführenden kontinentalen Ablagerungen, welche durch mehrere ausgedehnte Tagebaubetriebe zwischen den Städten Aachen, Köln und Mönchengladbach erschlossen werden, sind am Aufbau des niederrheinischen Tertiärs auch fossilreiche marine Schichtfolgen beteiligt. Durch die ungleich schlechtere Aufschluss-Situation gestaltet sich das Fossiliensammeln in diesen Ablagerungen jedoch schwierig. Im Gegensatz zu den bekannten und berühmten Pflanzenfossilien aus den Begleitsedimenten der Braunkohlenfl öze dürften vielen Sammlern marine Tertiärfossilien vomNiederrhein und deren Fundmöglichkeiten viel weniger bekannt sein. Grund genug also, das marine Tertiär der Niederrheinischen Bucht und die hier bestehenden Sammelmöglichkeiten für „Fossilien“ einmal näher unter die Lupe zu nehmen.
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| Pleuroceras-Knolle. |
Thomas Balle & Sönke Simonsen: Fossiliensuche am Fuße des Hesselbergs Der Hesselberg ist mit 689 Metern die höchste Erhebung der Frankenalb. Er liegt zirka 60 Kilometer südwestlich von Nürnberg, weit abgeschieden vom Zentrum der Alb. Es handelt sich um einen aus Juragesteinen aufgebauten Zeugenberg. Da die alten Tongruben der Region schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb sind, konzentriert sich das Interesse der Fossiliensammler derzeit auf Feldfunde aus dem Grenzbereich von Pliensbachium und Toarcium. Dieser Artikel gibt Auskunft über die derzeitigen Fundmöglichkeiten für den Fossiliensammler.
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| Calcitkristalle in einer Ammonitenkammer. |
Gero Moosleitner Valanginium-Aufschlüsse in der Haute Provence bei La Palud Südwestlich des Ruinendorfes Châteauneuf-les-Moustiers sind die Mergel des Valanginium an mehreren Stellen auf weite Strecken aufgeschlossen. Diese – trotz ihrer Nähe zur Verdonschlucht – abseits der Reisewege gelegenen Aufschlüsse sind wenig bekannt und werden von Sammlern kaum besucht. Sie liegen noch innerhalb des Geologischen Reservates der Haute Provence, ein Arbeiten mit Werkzeug ist hier also nicht erlaubt. Aber allein nur das Abgehen von Teilen dieser Aufschlüsse liefert eine Unzahl verschiedenster Fossilien.
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| weitere Inhalte: |
- Wighart von Koenigswald
Paläontologie aktuell: Ein berühmtes Faultier
- Jürgen Meyer, Uwe Dittmann & Steffen Wünschmann
Annularia sphenophylloides (Zenker): Neue Funde aus dem Oberkarbon Sachsens
- Helmut Leich & Günter Schweigert
Urgeziefer aus dem Solnhofener Plattenkalk
- Rolf Goßmann & Hans J. Jungheim
Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm, Zeit der ersten Nadelwälder
Buchbesprechungen
Langenscheid, Ewald (2009): Nationalpark Berchtesgaden: Tiefe Seen und schroffe Höhen. Reihe: Streifzüge durch die Erdgeschichte. 110 S., zahlr. Abb., kart., Format 12x19 cm, ISBN 978-3-494-01476-0; 272 S. zahlr. Abb., € 14,95. edition Goldschneck im Quelle & Meyer-Verlag, Wiebelsheim.
Ibbeken, Hillert (Hrsg.) (2009) Fossil Design. Zeichen versteinerten Lebens. Mit Beiträgen von Hillert Ibbekeb, Helmut Keupp, Rudolf zur Lippe, Katja Schöne, 204 S., 176 Farbtafeln, 29x30,8 cm. Edition Axel Menges, Stuttgart und London.
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Aktuelle Ausgabe
| Heute ist der |
| Fossilien |
| Heft 1/2012 |
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Zeitschrift für Hobbypaläontologen
FOSSILIEN ist im gut sortierten Kiosk und allen großen Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich.
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| Tipp der Woche |
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G. Kühl, C. Bartels, D. Briggs & J. Rust Fossilien im Hunsrückschiefer: Einzigartige Funde aus einer einzigartigen Region
Der devonische, ca. 400 Mio. Jahre alte Hunsrückschiefer gehört zu den weltweit herausragenden Fossillagerstätten. Erstmals werden hier in Form eines Text-Bild-Bandes diese erdgeschichtlichen Kleinode zusammenfassend vorgestellt, beschrieben und mit brillianten Fotos dokumentiert.
120 S., 133 großformatige Fotos u. 9 Zeichnungen., Schutzumschlag, fadengeheftet, geb.
Preis 24,95 Best.-Nr.: 494-01483
Bestellen Sie bei edition Goldschneck im Quelle & Meyer-Verlag Industriepark 3, 56291 Wiebelsheim Tel. 06766/903-140 Fax 06766/903-320 E-Mail: Vertrieb@quelle-meyer.de
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