Copyright © 2011 Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co. Alle Rechte vorbehalten. |
|
|
 |
|    Home   |   Kontakt   |   Mediadaten   |   Impressum   | |
|
|
|
| Aktuell |
|
| Gesellige Trilobiten |
|
Trilobiten, die ungefähr 300 Millionen Jahre lang die Meere bevölkerten und entfernt mit den heute lebenden Krebsen verwandt sind, lebten offenbar sehr gesellig. Sie zeigten jedenfalls ein komplexes Sozialverhalten, wie die Forschungen spanischer Wissenschaftler von der Universität Madrid ergaben. Die Überreste von Trilobiten gehören nicht zuletzt deshalb zu den wichtigsten Fossilien in der Paläontologie, weil sie der Forschung Informationen über die Entwicklung der Gliederfüßer liefern, zu denen heute Spinnen, Krebse und Insekten gehören. Paläontologen dienen sie zudem als Leitfossilien zur Gesteinsdatierung. Bis heute sind über 15.000 Arten bekannt. Sie häuteten sich gemeinsam in großen Gruppen. In fossilhaltigem portugiesischen Gestein fanden die Forscher Ansammlungen von mehr als 1.000 Trilobiten, darunter sowohl komplette Tiere als auch Häutungsreste. Da die Häutung von Hormonen gesteuert wird, die auch bei der Fortpflanzung eine Rolle spielen, versammelten sich diese Tiere vermutlich auch zur Paarungszeit. Ein ähnliches Verhalten zeigen auch die heute noch lebenden bis zu 60 Zentimeter großen Pfeilschwänze, entfernte Verwandte der Trilobiten. Unter den Fossilien befand sich ein 21 Zentimeter langer Schwanzschild, dessen Träger insgesamt neunzig Zentimeter lang gewesen sein muss, so die Schätzungen der Forscher. Der bisher größte gefundene Trilobit brachte es nur auf 72 Zentimeter.
  |
|
Fossilien 6/2009 wird zum 15.9.2009 ausgeliefert |
|
Schwerpunkte:
- Riesendinosaurier der Seidenstraße
- Fischfossilien in Sachsen-Anhalt
- Der richtige Hammer
- Sammeln an der normannischen Küste
- Hans Reck
|
|
| Fast vollständig erhaltenes Exemplar von Hemicidaris langrunensis Cotteau (Durchm. 2,5 cm). |
Michael M. Plichta & Antje B. M. Gerdes: Schwarze Kühe und goldene Ammoniten: Die Falaises des Vaches Noires Der Strandabschnitt der „Falaises des Vaches Noires“ zwischen Villers-sur-Mer und Houlgate in der Normandie (Calvados) ist vielen Fossiliensammlern als interessante Fundstelle bekannt. Direkt am Meer gelegen, bietet dieser Naturaufschluss den Zugang zu Schichten des oberen Mittel- und unteren Oberjura (oberes Callovium – Oxfordium) sowie der Oberkreide. Der Beitrag beschreibt aktuelle Fundmöglichkeiten dieser Lokalität, speziell hinsichtlich pyritisierter Ammoniten sowie irregulärer Seeigel. Das nahe gelegene Luc-sur-Mer (oberes Bathonium) bietet Fundmöglichkeiten für zahlreiche Brachiopoden und reguläre Seeigel.
|
| Verschiedene Fäustel im Vergleich (5,5 kg, 3 kg, 1,5 kg) im Vergleich. |
Kurt Kment: Die Wahl des richtigen Hammers: Ein Erfahrungsbericht Oft will es einfach nicht gelingen, ein schönes Fossil aus dem Gestein herauszulösen, obwohl man meint, alles dafür wichtige Werkzeug dabei zu haben. Dem Autor ist es deswegen ein Anliegen, allen manchmal verzweifelnden Sammlern einige praxiserprobte Tipps zu geben. Da ich es in meinem Sammelgebiet vor allem mit Kalkstein zu tun habe (Abb. 2), und dieser oft in großen Blöckenvorliegt, habe ich in einigen Jahren ein bisschen dazugelernt. Das A und O des Kalkstein-Spaltens ist das richtige Werkzeug – sprich, der richtigen Hammer, wobei man auch wissen muss, ihn richtig zu benutzen. Das klingt zwar einfach, ist es aber nicht.
|
| Dicht gepackte Schildkrötenpanzer in der oberjurassischen Fundstelle "Mesa Chelonia" |
Oliver Wings: Die Riesen-Dinosaurier der Seidenstraße: Expedition ins Land der Extreme Schon mehrere Jahre lang werden im Rahmen einer Kooperation zwischen den Universitäten Tübingen und Bonn und der Jilin Universität in Changchun sowie dem Geological Survey in Urumqi Grabungen im Nordwesten Chinas durchgeführt. Hierbei geht es unter anderem um vergleichende Untersuchungen jurazeitlicher Wirbeltierfaunen in Mittelasien. Das Forschungsprojekt des Autors sollte mit Hilfe neuer Fossilfunde biogeografische und ökologische Einflussfaktoren auf die Verbreitung verschiedener Wirbeltiergruppen in Mittelasien klären helfen. Diesmal waren speziell die Knochen der Dinosaurier von Interesse. Untersuchungen von Gesteinsformationen mit so exotisch klingenden Namen wie Sanjianfang, Qigu oder Shishugou waren geplant. Was erwartete den Autor und sein Team im paläontologischen Neuland? Dies ist im Beitrag zu erfahren.
|
| weitere Inhalte: |
- Christian Kolb
Museumsportrait: Das "Devonium Waxweiler"
- Volker Dietze
Der "Großkopf-Ammonit" Macrocephalites macrocephalus: Ein Prachtstück aus dem Jura
- Helmut Keupp & Günter Schweigert
Scheinbare heteromorphe Ammoniten
- Thomas Schindler
Tierisches aus dem Oberkarbon: Wettin ist auch für Fische gut
- Rolf Kohring und Thomas Schlüter
Auf der Spur zur Wiege der Menschheit: Hans Reck
- Roger Frattigiani, Martin Sauter & Norbert Winkler:
Der Solnhofen-Fossilienatlas
Buchbesprechungen
Rudolph, Frank (2009): Strandsteine für Kids: Sammeln und Bestimmen an Nord- und Ostsee Illustrationen von Lutz Mathesdorf. 96 S., 90 farb. Abb., Format 14,9 x 19,7, ISBN: 978-3-529-05414-3, € 9,90. Wachholtz-Verlag, Neumünster.
Zeitschrift "Palaeodiversity". Hrsg. vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, ISSN 1867-6294. Siehe dazu auch www.palaeodiversity.org |
|
|
|
Aktuelle Ausgabe
| Heute ist der |
| Fossilien |
| Heft 1/2012 |
 |
Zeitschrift für Hobbypaläontologen
FOSSILIEN ist im gut sortierten Kiosk und allen großen Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich.
|
 |
|   |
| Tipp der Woche |
 |
G. Kühl, C. Bartels, D. Briggs & J. Rust Fossilien im Hunsrückschiefer: Einzigartige Funde aus einer einzigartigen Region
Der devonische, ca. 400 Mio. Jahre alte Hunsrückschiefer gehört zu den weltweit herausragenden Fossillagerstätten. Erstmals werden hier in Form eines Text-Bild-Bandes diese erdgeschichtlichen Kleinode zusammenfassend vorgestellt, beschrieben und mit brillianten Fotos dokumentiert.
120 S., 133 großformatige Fotos u. 9 Zeichnungen., Schutzumschlag, fadengeheftet, geb.
Preis 24,95 Best.-Nr.: 494-01483
Bestellen Sie bei edition Goldschneck im Quelle & Meyer-Verlag Industriepark 3, 56291 Wiebelsheim Tel. 06766/903-140 Fax 06766/903-320 E-Mail: Vertrieb@quelle-meyer.de
oder hier! |
|
|