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Tyrannosaurus rex – ein schneller Jäger
Tyrannosaurus rex war einer der schnellsten Jäger seiner Zeit. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass der Schwanz des mächtigen Dinosauriers nicht nur als Gegengewicht zu seinem Körper und seinem überdimensional großen Kopf diente, sondern fast 45 Prozent mehr Muskelmasse enthielt, als bislang angenommen, wie Untersuchungen von Forschern der Universität Alberta (Scott Persons &. Currie, Anatomical Record belegen. Demnach war der Schwanz von T. rex wahrscheinlich deutlich dicker und muskulöser. Dies ergaben anatomische Vergleiche von heutigen Reptilien wie Krokodilen, Komodowaranen oder Chamäleons mit dem fossilen Skelett des Dinosauriers. Die Paläontologen betrachteten speziell die Muskulatur und Anatomie von Hüftbereich und Schwanz. Caudofemoralis nennt man den Muskelstrang, der an den oberen Enden der Oberschenkelknochen ansetzt und sich in den Schwanz hineinzieht. Für das Zurückziehen der Beine und damit den kräftigen Vorwärtsschub beim Gehen und Laufen liefert dieser den entscheidenden Impuls. Bei Krokodilen ist er besonders kräftig ausgebildet, erkennbar am stark verdickten Bereich direkt hinter der Hüfte. Da bei den bisher  gefundenen Fossilien keine Muskeln erhalten geblieben sind, waren die Forscher auf indirekte Befunde angewiesen und stützten sich  schließlich bei ihrer Interpretation vor allem auf die typischen seitlichen Wirbelfortsätze an den ersten Schwanzwirbeln. Bei T. rex und anderen großen Fleischfressern haben sie besonders weit oben angesetzt, so dass sie für einen vergrößerten Caudofemoralis-Muskel  viel Platz boten. Damit wäre dann auch die frühere Hypothese widerlegt, nach der der Tyrannosaurus nicht schnell genug gewesen sei, um  seine Beute zu jagen und deshalb vorwiegend Aas fraß. Mit einem Tempo von 35 Stundenkilometern dürfte er die meisten Tiere in seinem  Ökosystem leicht eingeholt haben. Dieser Wert deckt sich mit Schätzungen anderer Forscher, die auf der Grundlage von digitalen  Rekonstruktionen T. rex ebenfalls ein Lauftempo von etwa 30 Stundenkilometern zuweisen.

 

Fossilien 1/2012 wird zum 15.01.2012 ausgeliefert
Schwerpunkte:
  • Fossilienreise durch Westaustralien
  • Trilobiten aus den Ardennen
  • Sammeln in Ontario
  • Präparation mit Hindernissen
  • Sammeln in Ontario
  • Sauiermuseum Aathal
Farnsamer Remia pinnatifida (Gutbier) aus der Breitenbach-Formation von Brücken.
Thomas Schindler:
Die Fossilien der Pfalz: Altbekanntes und neue Funde
Unter der Pfalz versteht man politisch ungefähr das Gebiet der ehemaligen bayerischen Rheinpfalz; es umfasst heute acht Landkreise im südlichen Rheinland- Pfalz. Aus geologischer Sicht wird die Pfalz von Sammlern, aber auch von Fachwissenschaftlern, unter verschiedenen Aspekten gesehen. Für den einen ist sie das durch den typischen roten Sandstein geprägte Hügelland der Südpfalz. Der andere meint damit die Nord- und Westpfalz mit den reichen Rotliegend-Fundschichten. Kaum jemand weiß aber, dass es hier fossilführende Ablagerungen aus insgesamt 335 Millionen Jahren Erdgeschichte gibt. Alle geologischen Epochen werden deshalb in diesem Beitrag mit ihren Gesteinen, dem zugehörigen Ablagerungsraum, dem vorherrschenden Klima und ihren paläogeografi schen Beziehungen kurz skizziert. Wichtige Fossilien der Pfalz und vor allem Neufunde der letzten Jahre werden vorgestellt.


16 cm breites Einzelexemplar von Acaciella sp.
Jens Edelmann:
Stromatolithe aus Westaustralien
Stromatolithe zählen zu den ältesten Versteinerungen der Erdgeschichte, deren fossile Überreste wichtige Informationen über archaische und proterozoische Lebensräume sowie deren Artenvielfalt und Ökosysteme enthalten. Entsprechende Fossilien sind unter anderem aus Marokko, Westaustralien, den USA, Kanada und Südafrika überliefert. Westaustralien bietet neben dem Studium fossiler Stromatolithe auch die Möglichkeit zur Beobachtung heutiger Stromatolith-/Thrombolith-Kolonien.



Zwei komplette Panzer von Gerastos cf. cuvieri (Steininger 1831), Jemelle-Formation, Eifelium, Umgebung von Rocheford, Ardennen, Belgien.
Benedikt Magrean & Peter Taghon:
Trilobiten aus dem Mitteldevon der Ardennen, Teil 2: Die Proetiden
Im ersten Teil dieser Serie wurden einige Lichiden und Odontopleuriden aus den belgischen Ardennen vorgestellt. In zweiten Teil stellen die Autoren nun die Proetiden anhand eigener Funde vor und weisen dabei auf potenzielle Fundgebiete hin. Auch hier wird wieder auf die geologische  und paläontologische Verknüpfung von Ardennen und Eifel Bezug genommen und der aktuelle Forschungsstand kurz vorgestellt. Die  Proetidae sind diejenige Trilobiten-Familie, die nach unseren Erfahrungen an den Fundstellen der belgischen Ardennen am häufigsten vertreten ist.

weitere Inhalte:
  • Udo Resch
    Haarstern-Präparation mit Hindernissen
  • Herbert Jantschke
    Stacheliges aus dem Weißjura der Schwäbischen Alb
  • Uwe M. Troppenz
    Paradies im Ordoviz: Fossilien sammeln in Ontario
  • Andreas Honegger
    Museumsporträt: Das Sauriermuseum Aathal
  • Helmut und Marlies Knoll
    Neue Funde der Konifere Cunninghamites squamosus aus der Kreide
  • Jens Lehmann
    Rhizolite aus der Bucht von Alcudia auf Mallorca

 



Buchbesprechungen

Kühl, G., C. Bartels, D. Briggs & J. Rust (2011): 
Fossilien im Hunsrückschiefer
120 S., 133 großformatige Fotos, 9 Zeichnungen, ISBN 978-3-494-01483-8, Format 30 x 25 cm, € 24,95 (später 29,95). Quelle & Meyer-Verlag Wiebelsheim.

Ribbert, Karl-Heinz (2010):
Geologie im Rheinischen Schiefergebirge.
184 S., 113 Abb., 6 Tabellen, broschiert, ISBN 978-3-86029-934-0, € 18,-, geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen, Krefeld.



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Fossilien
Heft 1/2012

Zeitschrift für Hobbypaläontologen

FOSSILIEN ist im gut sortierten Kiosk und allen großen Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich.


 
Tipp der Woche

 

 G. Kühl, C. Bartels, D. Briggs & J. Rust 
Fossilien im Hunsrückschiefer:
Einzigartige Funde aus einer einzigartigen Region

Der devonische, ca. 400 Mio. Jahre alte Hunsrückschiefer gehört zu den weltweit herausragenden Fossillagerstätten. Erstmals werden hier in Form eines Text-Bild-Bandes diese erdgeschichtlichen Kleinode zusammenfassend vorgestellt, beschrieben und mit brillianten Fotos dokumentiert.

120 S., 133 großformatige Fotos u. 9 Zeichnungen., Schutzumschlag, fadengeheftet, geb.

Preis 24,95
Best.-Nr.: 494-01483

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edition Goldschneck
im Quelle & Meyer-Verlag
Industriepark 3,
56291 Wiebelsheim
Tel. 06766/903-140
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