FOSSILIEN 4/2004

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Schwerpunkte des Hefts
  • Sammeltipp: Pliozän der Toskana
  • Fossilien in Sachsens Oberkreide
  • Seeigel
  • Ammoniten der Fränkischen Alb

Crussoliceras atavium, Durchmesser 370 mm.

Crussoliceras atavium, Durchmesser 370 mm.

Victor Schlampp:
Die Malm-Ammoniten der Fränkischen Alb gamma 3 und delta

Es gibt wohl nur wenige Sammelgebiete in Deutschland, wo die Fundmöglichkeiten innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte unverändert gut geblieben sind. Für die Schichten des Malm gamma 3 und delta, die im Bereich der Südalb um Treuchtlingen, Pappenheim und Petersbuch in zahlreichen Steinbrüchen erschlossen sind, gilt diese Feststellung, und so lange hier großflächig abgebaut wird und sich die Sammler vernünftig verhalten, wird sich daran auch den nächsten Jahrzehnten nichts ändern. Wenn es um die Ammonitenfauna der Fränkischen Alb geht, ist die Grenze zwischen dem Malm gamma 3 und delta wesentlich unschärfer als zwischen dem Malm gamma 2 und dem gamma 3. Deshalb werden in diesem Beitrag die Ammoniten vom gamma 3 bis zum delta 4 zusammen abgehandelt.


Limaria elongata Geinitz, Grö0e des Steinkerns 3 cm.

Limaria elongata Geinitz, Grö0e des Steinkerns 3 cm.

Jens Edelmann und Jörg Weber:
Neue Einblicke in die Oberkreide Sachsens

In der marinen Oberkreide des Dresdener Elbtals wurden seit Ende 1998 durch den Neubau der BAB 17 Schichten des Mittel- bis Obercenoman sowie des Unterturon aufgeschlossen. Da sich die Bauarbeiten im Dresdener Autobahnabschnitt allmählich dem Ende nähern, wird in diesem Beitrag ein vorläufiges Resümee der in den vergangenen zweieinhalb Jahren durchgeführten Suchaktionen gezogen.


Solatia piscatoria (3,8 cm) mit gut erhaltener Bestachelung und aufsitzenden kleinen Muscheln.

Solatia piscatoria (3,8 cm) mit gut erhaltener Bestachelung und aufsitzenden kleinen Muscheln.

Andreas E. Richter:
Richters Sammeltipp: Im Pliozän der Toskana: Rund um Empoli

In der Toskana ist kein Mangel an guten Fossilfundstellen, was pliozäne Mollusken betrifft. Allerdings hat sich die Situation in den letzten Jahren doch sehr verändert – viele der altbekannten und in der Regel wirklich höchst „produktiven“ Lokalitäten existieren nicht mehr. Feldfundstellen, Wegböschungen, Sammler-Grabungsstellen, sogar Ziegeleitongruben sind nicht mehr begehbar, überbaut, stillgelegt, gut bewacht vom Bauern oder sogar von der Polizei wie in einer berühmten Lokalität im Westen von Siena, in „Terre Rosse“. Hier verunglückte vor 2 Jahren ein Fossiliensammler und danach wurde die Lokalität scharf kontrolliert.Nun, man muss sich eben umschauen, wenn man im schönsten Teil Italiens unterwegs ist: Immer auf offene Flächen achten, freie und vielleicht sogar frisch umgebrochene Weinberge oder Olivenhaine untersuchen und ablaufen. Manchmal ist die Fossilführung so dicht, dass man schon von der Straße aus eine weiße Sprenkelung sieht – freigeregnete Fossilien! Im Folgenden werden zwei Lokalitäten ganz konkret beschrieben, zum einen eine Straßenböschung im Norden von Empoli, zum anderen eine ehemalige Ziegeleitongrube westlich der Stadt.

Weitere Inhalte
  • Fritz J. Krüger: Die Stammesgeschichte der Seeigel: 1.2. Von der paläozoischen Entfaltung bis zur permischen Krise
  • Günter Schweigert: Vom Fossil geschrieben: Eine Seite im Buch der Erdgeschichte
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