FOSSILIEN 4/2009

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Schwerpunkte des Hefts
  • Sammelurlaub an der niederländischen Nordseeküste
  • Fossile Eidechsen
  • Triasfossilien auf Timor
  • Kieselhölzer und Hornsteine: Sammeln in Ostböhmen

Stammstück eines Calamiten mit anhaftendem Tuff.

Stammstück eines Calamiten mit anhaftendem Tuff.

Hartwig K. Neuwald:
Kieselhölzer und Hornsteine: Fossilien sammeln in Ostböhmen

Im südlichen Riesengebirgsvorland liegt die kleine Stadt Nova Paka. Mineraliensammler verbinden den Namen dieses Stäödtchens mit Funden schöner böhmischer Achate. Fossiliensammlern dürften vor allem die permokarbonischen Kieselhölzer von dort ein begriff sein. Weniger bekannt sind die hier vorkommenden fossilführenden Hornsteine, die erst in den letzten Jahrzehnten zu begehrten Sammelobjekten wurden. Der Autor, dessen spezielles Interesse der Paläobotanik gilt, hat im Lauf der Jahre die Region um Nova-Paka als Sammelregion kennen- und schätzen gelernt und stellt im Beitrag Fundsituation und Funde vor.


Die Eidechse Ardeosaurus brevipes aus dem Solnhofener Plattenkalk von Eichstätt, Länge 17,5 cm.

Die Eidechse Ardeosaurus brevipes aus dem Solnhofener Plattenkalk von Eichstätt, Länge 17,5 cm.

Helmut Tischlinger & Rupert Wild:
Paläontologie aktuell: Den Schwanz verloren – das Leben gerettet

Für Eidechsen stellen Kleinraubtiere, Greifvögel, Rabenvögel oder streunende Katzen etc. eine stete Bedrohung dar. Hier rettet dann nicht selten der dem Fressfeind „angebotene“ d. h. von der verfolgten Eidechse abgeworfene Schwanz deren Leben. Dieses Abwehrverhalten ist bei mehreren heutigen Echsengruppen weit verbreitet. Weniger bekannt dürfte sein, dass auch bei manchen fossilen Echsen diese Fähigkeit vorhanden war. Seit einigen Jahren liegen sogar Fossilfunde mit vorzüglich überlieferten Schwanzregeneraten vor, von denen im vorliegenden Beitrag Beispiele vorgestellt werden.


Eine 16 mm hohe unbestimmte Pleurotomariide aus dem Karnium.

Eine 16 mm hohe unbestimmte Pleurotomariide aus dem Karnium.

Helmut Keupp:
Timor: Bonanza nicht nur für Triasfossilien

Seit den großen deutschen und niederländischen Expeditionen in die damaligen Kolonien des indoaustralischen Archipels, die in den Jahren 1911–1916 mit militärischer Unterstützung durchgeführt wurden, gilt insbesondere der Westteil der Insel Timor (Indonesisches Archipel) als ein Dorado, oder wie Tozer (1984) schrieb, eine „Bonanza“ für Trias-Ammonoideen. Neben den kondensierten Trias-Kalken in der so genannten Hallstätter Rotkalk-Fazies mit typischen Tethys-Faunen einer küstenfernen Meeresentwicklung finden sich auf Timor aber auch fossilreiche Kalke aus dem Perm, die vor allem durch ihre artenreiche Echinodermen-Vergesellschaftung bekannt geworden sind, und aus dem frühen Unter-Jura (Wanner 1915–1929:„Paläontologie von Timor“).

Weitere Inhalte
  • Michael Plichta & Antje B. M. Gerdes: Sammeln im Nordseeurlaub: Die Haifischzähne von Cadzand-Bad und Groede
  • Jürgen Fichter & Reiner Kunz: Rhynchosauroides-Fährten im Wolfhager Land
  • Gabriele Kühl, Derek E. Briggs & Jes Rust: Schinderhannes bartelsi: Räuber aus dem Devon des Hunsrückschiefermeeres
  • Gero Moosleitner: Neue Quarzfossilien aus der Umgebung von Estangs
  • Rainer Springhorn: Museumsportrait: Das Lippische Landesmuseum Detmold
  • Günter Schweigert: Doppelt gescheitelt: Aus der Schatzkiste eines Sammlers
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