FOSSILIEN-Sonderheft 2012

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Mineralisierte Fossilien


Mit groben Pyritwürfeln besetzter Aconeceras.

Mit groben Pyritwürfeln besetzter Aconeceras.

Gero Moosleitner:
Pyrit und Markasit

In vielen Mergeln Frankreichs, Englands und Deutschlands fi nden wir „pyritisierte“ Fossilien. Es ist jedoch neben Pyrit meist auch Markasit an der Bildung dieser Fossilien beteiligt, an der Oberfl äche sind sie fast immer auch von Limonit oder Hämatit überzogen. Hauptsächlich die gut erhaltenen Ammoniten („Goldschnecken“) aus diesen Mergeln sind bei Sammlern sehr beliebt. Nicht sie selbst, sondern die Kristalle auf diesen Fossilien und die Kammerfüllung dieser Fossilien sollen Schwerpunkt dieses Berichtes sein.


Mit feinem Calcitrasen überzogener Ceratitenhohlraum.

Mit feinem Calcitrasen überzogener Ceratitenhohlraum.

Gerhard Emmert & Klaus Eisenbarth:
Mineralien aus dem Hohenloher Muschelkalk

Die auf den ersten Blick vielleicht eher unscheinbaren Muschelkalk-Mineralien sind sicherlich nicht mit den spektakulären opalisierenden Ammoniten aus den USA oder den zu gleichfalls astronomischen Preisen gehandelten Opal-Fossilien Australiens zu vergleichen. Dennoch belegen sie ein auch für den Fossiliensammler interessantes und selbst erreichbares Mineralien-Vorkommen in der Mitteltrias Süddeutschlands.


Palaeoniscum freieslebeni mit typischen Kupferkiesverzierungen.

Palaeoniscum freieslebeni mit typischen Kupferkiesverzierungen.

Silvio Brandt:
Goldfisch, Silberfisch und glitzernde Stacheltiere im Zechstein

Da abbauwürdige Erzlagerstätten meistens nicht im Sedimentgestein entstehen, ist der Kupferschiefer eine ganz besondere Erzlagerstätte und vor allem eine der wenigen oder sogar die einzige, die sehr zahlreich verschiedene vererzte Fossilien hervorbrachte. Die Kenntnis von Vererzungen bei den Fossilien ist wahrscheinlich so alt wie der Abbau des Kupferschiefers selbst. Auch wenn man die eigentliche Natur der Fossilien noch nicht kannte und diese meist als göttliche Bildungen, Naturspiele u.ä. betrachtete, spielten die Vererzungen doch eine große Rolle, denn diese gaben den „Bildern im Stein“ die Farbe und trugen dabei nicht unwesentlich zur Deutung dieser Formen im 15. Jahrhundert bis zum Beginn der ersten wissenschaftlichen Deutungen Anfang des 19. Jahrhunderts bei.

Weitere Inhalte
  • Gero Moosleitner: Einzigartige Kristallstufen in den Wohnkammern von Bohrmuscheln
  • Gero Moosleitner: Calcit in Fossilhohlräumen
  • Gero Moosleitner: Gagatisiertes Holz und seine Begleitmineralien aus dem Lias der Causses (Südfrankreich)
  • Gero Moosleitner: Quarz
  • Christian Klug: Eine ungewöhnliche Paragenese: Amethyst mit Koralle
  • Peter C. Huber: Der miozäne „Fruchtsalat“ von Megyaszó
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